
Neunzehn Geschosse, fünfundsechzig Meter, Hamburgs höchstes Holzgebäude. In der Schweiz ist ein Wohnturm von achtzig Metern geplant. Die Dokumentation von NZZ Format, Regie Andrea Hauner und Nicole Krättli, geht der Frage nach, was der Holzbau fürs Klima leisten kann, und lässt dabei auch die Einwände zu Wort kommen. Stefan Zöllig, damals Präsident von Timber Finance, zeigt ein Haus ohne Heizung und ohne Untergeschoss.
Was der Film zeigt
Der Dokumentarfilm verfolgt zwei Handlungsstränge. Der eine führt zu den Baustellen: Wie weit lässt sich Holz transportieren, wo liegen die Grenzen, und welche technischen Herausforderungen müssen bewältigt werden, um aus einem Material, das bis vor kurzem noch ausschliesslich für den Hausbau verwendet wurde, ein Hochhaus zu errichten? Der andere führt in die Labore, wo Teams in Cambridge und an der ETH Zürich daran arbeiten, Holzwerkstoffe langlebiger zu machen. Marc Palahi vom Europäischen Waldinstitut betrachtet die Frage im Kontext des Waldes selbst.
Die Frage, die dabei offen bleibt
Der Film endet mit der Idee, dass Gebäude zu Kohlenstoffspeichern werden könnten – unter einer Bedingung: Der Wald muss nachhaltig bewirtschaftet werden. Was er jedoch nicht beantwortet, ist die Frage, wie es weitergeht. Wie viel Kohlenstoff speichert ein bestimmtes Gebäude, wer bestätigt diese Zahl und welchen Wert hat sie? Genau hier setzt unsere Arbeit an. Timber Carbon quantifiziert den in der tragenden Konstruktion gebundenen Kohlenstoff, lässt die Bindung nach international anerkannten Standards überprüfen und vergibt dafür Timber Carbon Credits.
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