
Brettsperrholz ist der Grund, warum das Wort «Holzhochhaus» aufgehört hat, ein Widerspruch zu sein. Bretter werden lagenweise gestapelt, jede Lage um neunzig Grad gegen die darunter gedreht, und zu Platten verleimt, die sich weniger wie Holz verhalten als wie ein tragendes Element aus einem Guss. Grist, das amerikanische Klimamagazin, erklärt das Material und was es am Bauen ändert.
Warum die Kreuzlagen entscheidend sind
Holz ist in Faserrichtung stabil und quer zur Faserrichtung schwach. Indem jede Schicht quer zur nächsten verlegt wird, gleicht sich diese Schwäche aus, wodurch eine Platte entsteht, die in beide Richtungen tragfähig ist, sich nicht verzieht und bereits im Werk auf Mass zugeschnitten werden kann, bevor sie auf die Baustelle gelangt. Das macht mittelhohe und hohe Holzgebäude erst möglich und verkürzt zudem die Bauzeiten: Die Platten werden fertiggestellt angeliefert und Etage für Etage montiert.
Was das für den CO₂-Ausstoss eines Gebäudes bedeutet
Jeder Kubikmeter dieser Bauplatte bindet Kohlenstoff, den der Wald aus der Luft gebunden hat, und ersetzt Beton oder Stahl, bei deren Herstellung Emissionen entstanden wären. Der Klimavorteil ist somit doppelt so gross und hält so lange an, wie das Gebäude steht. Diesen Vorteil sichtbar zu machen, ist unsere Aufgabe: Timber Carbon quantifiziert den in einer bestimmten tragenden Konstruktion gebundenen Kohlenstoff, lässt die Bindung nach international anerkannten Standards überprüfen und vergibt dafür Timber Carbon Credits.
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