
In den sechs Monaten bis Ende März 2025 korrigierten die US-Aktienmärkte, Europa schnitt besser ab. Im Holzkurier vom 24. April 2025 zeigt Stefano Charrey, Senior Research Advisor bei Timber Finance, wie sich das auf den Timber Finance Carbon Capture & Storage Index auswirkte, der seit dem 22. Februar 2022 die Wertschöpfungskette des Holzbaus abbildet.
Medium
Holzkurier
Veröffentlicht
24. April 2025
Nordamerika unter Druck
Von Ende September 2024 bis Ende März 2025 verlor der Index 13,5 Prozent in Euro. Belastet haben vor allem kanadische Schnittholzproduzenten sowie US-Hersteller und Händler von Holzbauprodukten. Western Forest Products erzielte 2024 rund 36 Prozent des Umsatzes mit Exporten in die USA, Interfor schätzt rund 25 Prozent seiner Produktion als zollgefährdet ein. Am besten hielten sich Forstmaschinenhersteller und die grossen US-Waldbesitzer PotlatchDeltic, Rayonier und Weyerhaeuser.
Europäische Small Caps legen zu
Der europäische Teil des Index entwickelte sich seit Ende 2024 positiv. Der deutsche Holzfaserdämmstoff-Spezialist Steico und der finnische Forstmaschinenhersteller Ponsse legten im ersten Quartal 2025 um 31 beziehungsweise 34 Prozent zu. Der Schweizer Immobilienentwickler Ina Invest schied Ende März wegen geringer Liquidität aus, sonst blieb die Zusammensetzung stabil: 35 Prozent Europa, gut 40 Prozent Sekundärprodukte wie Holzwerkstoffe.
Der Index ist der erste Aktienindex, der die Wertschöpfungskette des Holzbaus in Nordamerika und Europa abbildet.
Einordnung von Timber Carbon
Der Index wird von Timber Finance geführt, aus der 2026 Timber Carbon als Spin-off hervorgegangen ist. Während der Index Unternehmen der Holzkette abbildet, setzt Timber Carbon beim einzelnen Gebäude an und bringt dessen Speicherleistung als CO₂-Speicherzertifikate auf den freiwilligen CO₂-Markt. Mehr dazu auf unserer Technologie-Seite.
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Quelle
Holzkurier
Österreichische Fachzeitung für die Holzwirtschaft


