
Wie bleibt eine Branche in unruhigen Zeiten erneuerungsfähig? Im Finanzblog der Schweizer Holzrevue (Ausgabe 4/5 2025) stellt Stefan Zöllig, Holzbauingenieur FH, Verwaltungsratspräsident von Timber Finance, Mitglied der Geschäftsleitung von Lignum Bern und Initiant des Projekts, den neuen Timber Startup Incubator vor.
Medium
Schweizer Holzrevue
Veröffentlicht
5. Mai 2025
Startups als Versicherung
Zöllig erinnert daran, dass jedes Produkt einen Lebenszyklus durchläuft. Gefährlich sei die Phase, in der ein Produkt noch gute Renditen abwirft, aber kaum mehr in Entwicklung investiert wird. Wer keine Pipeline neuer Produkte hat, riskiert den Abstieg, wie Nokia oder Kodak zeigen. Radikale Ideen sollten deshalb in eigenen Vehikeln entwickelt und am Markt getestet werden.
Startups als «Versicherungsprämie» gegen zukünftige Entwicklungen.
Eine Drehscheibe für die Holzbranche
Auf Initiative der Lignum Holzwirtschaft Bern entstand der Timber Startup Incubator (TSI). Er identifiziert und vernetzt Startups aus dem Holzbereich und unterstützt sie von der Idee bis zum ersten Wachstum. Die Geschäftsstelle an der Berner Fachhochschule, Departement Architektur, Holz und Bau, begleitet den Weg zum marktreifen Produkt. Der TSI setzt dort an, wo viele neue Lösungen scheitern: bei den Technologiereifegraden 4 bis 7 zwischen Forschung und Markt. Getragen wird er von der BFH, der Lignum Holzwirtschaft Bern, dem Swiss Wood Innovation Network und dem Switzerland Innovation Park Biel/Bienne.
Einordnung von Timber Carbon
Als Vision nennt der TSI die nachhaltige Speicherung von CO₂ in Gebäuden. Dieses Ziel teilt Timber Carbon, 2026 als Spin-off von Timber Finance gestartet. Wir machen die Speicherleistung von Holzbauten messbar und bringen sie als CO₂-Speicherzertifikate auf den freiwilligen CO₂-Markt. Wie Bauherrschaften vorgehen können, zeigt unsere Seite Biobasiert bauen.
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Quelle
Schweizer Holzrevue
Schweizer Fachmagazin für die Holzbranche


