
Die Bauindustrie verursacht weltweit rund 40 Prozent aller CO₂-Emissionen, Holz kann als Baumaterial Abhilfe schaffen. Damit mehr Holz verbaut wird, braucht es neue finanzielle Anreize und Finanzprodukte. Das schreibt Erik Reichmuth, Managing Director der Timber Finance Initiative, in Prestige Business vom 19. April 2022.
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Prestige Business
Veröffentlicht
19. April 2022
Viel Geld, wenig klare Wirkung
Laut Marktbericht 2021 von Swiss Sustainable Finance wuchs das Volumen nachhaltiger Anlagen 2020 um 31 Prozent auf 1520,2 Milliarden Franken, nachhaltige Anlagefonds legten um 48 Prozent zu. Weltweit flossen rund vier Billionen Dollar in nachhaltige Anlagen, mehr als die 2,5 Billionen, die für die UNO-Nachhaltigkeitsziele nötig sein sollen. Dass diese Ziele trotzdem nicht erreicht werden, führt Reichmuth auf unklare Wirkung und fehlende Ratings zurück. Zudem sei der nachhaltige Wald in vielen Portfolios vergessen gegangen.
Der Boom hat angefangen.
Erster Schritt: ein Index
Die 2021 gegründete Timber Finance Initiative wollte neue Finanzprodukte entwickeln, die die langfristige CO₂-Bindung in Holzbauprodukten sichtbar machen, darunter einen Holzfonds für solide KMU der Branche. Als ersten Schritt entwickelte sie einen Index für die gesamte Wertschöpfungskette des Ingenieurholzbaus in Europa, Kanada und den USA: Aus 1600 analysierten Unternehmen wurden 30 ausgewählt. Seit März 2020 lag der Index deutlich vor dem MSCI World und dem S&P Timber and Forest Index. Derselbe Text erschien im September 2022 als Unternehmensbeitrag im Nachhaltigkeitsguide der SonntagsZeitung.
Einordnung von Timber Carbon
Mehr zum Index steht im Beitrag zur Lignum-Meldung vom März 2022. Timber Carbon, 2026 als Spin-off von Timber Finance gestartet, bringt die Speicherleistung von Holzbauten heute als CO₂-Speicherzertifikate auf den freiwilligen CO₂-Markt.
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Quelle
Prestige Business
Schweizer Wirtschaftsmagazin


