
Zürcher Wald widmet die Ausgabe 4/24 der Zukunft des Holzbaus und spricht mit Erik Reichmuth, Managing Director von Timber Finance, über einen Markt, den es damals kaum gab: Zertifikate für den Kohlenstoff, den ein Holzgebäude speichert. Das Bauen verursacht rund ein Viertel der schweizerischen CO2-Emissionen. Für Reichmuth ist die Dekarbonisierung der Branche deshalb eine Herkulesaufgabe, und die Holzbauindustrie einer ihrer grossen Gewinner.
Medium
Zürcher Wald
Veröffentlicht
19. August 2024
Speicherzertifikate, die den Kohlenstoff eines Gebäudes bewerten
Das Interview erläutert, wie der Mechanismus in der Praxis funktioniert. Der in der Tragstruktur eines fertiggestellten Gebäudes gespeicherte Kohlenstoff wird quantifiziert, verifiziert und als Speicherzertifikate ausgestellt. Reichmuth nennt das Projekt Pünt als Beispiel: rund 2'000 Tonnen Kohlenstoff sind im Gebäude gespeichert, davon waren zum Zeitpunkt des Interviews 1'462 Tonnen zertifiziert.
Die Dekarbonisierung der Bauwirtschaft ist eine Herkulesaufgabe.
Warum das für die Waldeigentümerschaft zählt
In der zweiten Hälfte des Interviews geht es um den Wald. Jährlich bleiben ein bis zwei Millionen Kubikmeter Schweizer Holz ungenutzt, während drei Viertel des im Land verbauten Bauholzes importiert werden. Reichmuth argumentiert, dass die Einnahmen aus den Speicherzertifikaten entlang dieser Kette zurückfliessen, an die Bauherrschaft, die das Holz beauftragt, und an die Waldeigentümer, die es liefern. Genau das macht aus einem Klimathema ein wirtschaftliches.
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Quelle
Zürcher Wald
Forstzeitschrift für den Kanton Zürich



