Timber Carbon

Carbon Sequestration and Storage in the Built Environment

22. Juni 2021 · 2 Min. Lesezeit

Teilen:


Titelseite von «Carbon Sequestration and Storage in the Built Environment», Sustainable Production and Consumption

Sustainable Production and Consumption, Band 27 (2021)

Sustainable Production and Consumption

Können Gebäude als Kohlenstoffsenke wirken? Jay Arehart und sein Team an der Edinburgh Napier University haben ein Jahrzehnt Forschung ausgewertet, um zu sehen, was die Evidenz für Baustoffe, Gebäude und den globalen Gebäudebestand zeigt. Die Studie gehört bis heute zu den Standardreferenzen zum Thema.

Autoren / Institution

Jay H. Arehart, Jim Hart, Francesco Pomponi, Bernardino D'Amico · Edinburgh Napier University

Veröffentlicht

2021

Studie lesen

Die Autoren haben über 3000 Publikationen aus den Jahren 2010 bis Mitte 2020 gesichtet und 180 davon vertieft analysiert. Sie betrachten zwei Mechanismen: die Photosynthese bei biobasierten Baustoffen wie Holz und die Karbonatisierung bei zementgebundenen Baustoffen wie Beton. Zudem vergleichen sie die Bilanzierungsmethoden, mit denen gespeicherter Kohlenstoff angerechnet wird, von der statischen Ökobilanz bis zu dynamischen Ansätzen, die erfassen, wann Kohlenstoff aufgenommen und wieder freigesetzt wird.

Was die Übersicht zeigt

  • Weniger als ein Jahr fossiler Emissionen. Die meisten Studien finden kumulierte Speichereffekte in langlebigen Produkten und Gebäuden, die unter den fossilen Emissionen eines einzigen Jahres liegen, von vernachlässigbar bis 175 %.
  • Die Methode bestimmt das Ergebnis. Je nach Bilanzierungsmethode kann dasselbe Gebäudeergebnis von rund 1000 kg CO₂eq/m² zwischen −300 und 1750 kg CO₂eq/m² liegen.
  • Holz schneidet auf Gebäudeebene gut ab. Tragstrukturen in Holz zeigen in der Regel eine geringere Klimawirkung als vergleichbare Gebäude in Beton oder Stahl.
  • Der Wald muss mitgerechnet werden. Speichergewinne in Gebäuden können durch Kohlenstoffverluste im Wald aufgehoben werden, und Substitutionseffekte werden teils überschätzt.
  • Auch Beton nimmt Kohlenstoff auf, in kleinerem Umfang. Durch Karbonatisierung bindet Beton über seine Lebensdauer einen Teil seiner Prozessemissionen wieder. In einigen Studien erreicht das rund ein Fünftel der anfänglichen Emissionen.

Aktuelle Zahlen für die Schweiz liefern zwei Studien der ETH Zürich und der HES-SO. Potential for biogenic carbon storage towards a net-zero built environment in Switzerland

Potential contribution of biogenic materials in new and renovated buildings towards carbon budgets and storage in Switzerland

Vollständige Quelle: Arehart, J. H., Hart, J., Pomponi, F., & D'Amico, B. (2021). Carbon sequestration and storage in the built environment. Sustainable Production and Consumption, 27, 1047–1063.


Themen

carbon removaltimber buildingsmethodologystudycarbon storage

Mehr aus Aktuelles

Rockywood, ein Holzbau von PRIMUS developments
Aktuelles

20 Okt 2026

Internationaler Launch der weltweit ersten KI-gestützten Infrastruktur für Carbon Removals im Gebäudesektor

Timber Carbon lanciert die erste KI-gestützte Infrastruktur für die Kohlenstoffspeicherung im Gebäudesektor. Die CO₂-Speicherung eines Gebäudes wird damit erstmals zu einem handelbaren Asset.

Weiterlesen: Internationaler Launch der weltweit ersten KI-gestützten Infrastruktur für Carbon Removals im Gebäudesektor
Rockywood, ein Holzbau von PRIMUS developments
Veranstaltungen

19 Okt 2026

Webinar - Carbon removal in buildings: what it means for real estate

Save the date: Am 8. Dezember 2026 ordnen Frank Vasek und Lukas Fehr ein, was Carbon Removals für die Immobilienbranche bedeuten. Lunch-Webinar, online und auf Englisch.

Weiterlesen: Webinar - Carbon removal in buildings: what it means for real estate
Erste Seite von «Potential contribution of biogenic materials in new and renovated buildings towards carbon budgets and storage in Switzerland», Journal of Cleaner Production
Studien

19 Okt 2026

Potential contribution of biogenic materials in new and renovated buildings towards carbon budgets and storage in Switzerland

Das Team von ETH Zürich und HES-SO untersucht vier Schweizer Wohngebäude. Mehr biobasierte Baustoffe senken die grauen Emissionen um bis zu 40 % und machen die CO₂-Budgets 2030 in drei von vier Fällen erreichbar.

Weiterlesen: Potential contribution of biogenic materials in new and renovated buildings towards carbon budgets and storage in Switzerland
A misty forest with tall pine trees

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Updates, Insights und News von Timber Carbon — direkt in Ihr Postfach.