Timber Carbon

Dekarbonisierung von Gebäuden: Bleibt Holz im Vorteil?

20. Februar 2025 · 1 Min. Lesezeit

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Holzkurier, Ausgabe 8 vom 20.02.2025: Artikel «Dekarbonisierung von Gebäuden»

Der Gebäudesektor verursacht rund 40 Prozent des globalen CO₂-Ausstosses, etwa ein Viertel davon stammt aus Baumaterialien. Im Holzkurier vom 20. Februar 2025 fragt Stefano Charrey, Head of Investment Research bei Timber Finance, wie stark kohlenstoffarme Betonvarianten den Holzbau konkurrenzieren werden.

Medium

Holzkurier

Veröffentlicht

20. Februar 2025

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Mineralisierung: viel Potenzial, hohe Kosten

Grundlage ist eine Studie von Driver et al. (2024) zur Mineralisierung, bei der CO₂ im Beton gebunden wird. Je nach Verfahren reicht die Reduktion von rund 0,49 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm substituiertem Produkt bis nahezu null. Die Technologien mit dem grössten Potenzial sind tendenziell die teuersten: Carbonatisierte Leichtzuschläge vermeiden am meisten, kosten aber rund 300 Prozent mehr als die konventionelle Alternative. Zement aus carbonatisiertem Altzementleim ist nur rund 9 bis 12 Prozent teurer. Kostenwettbewerbsfähig scheint mittelfristig eine Dekarbonisierung von etwa 20 Prozent auf Produktebene.

Holz und Beton im Verbund

Holz-Beton-Verbunddecken sind heute im grossvolumigen Geschossbau verbreitet. Grosse Bauunternehmen wie Implenia und Erne haben eigene Holzbauabteilungen aufgebaut, Strabag hat sich in Holzbauunternehmen wie Züblin Timber eingekauft. Neuere Projekte setzen vermehrt auf Vollholz- oder Hohlkastendecken, auch Gebäudekerne entstehen zunehmend aus Brettsperrholz. 2024 wurde erstmals ein Untergeschoss aus Holz gebaut. Weitere Ansätze wie Pflanzenkohlebeton binden biogenen Kohlenstoff langfristig.

Insgesamt ist der Holzsektor also gut positioniert, um mittelfristig seinen Kohlenstoffvorteil auch gegenüber kohlenstoffärmerem Beton zu behalten.

Einordnung von Timber Carbon

Der Kohlenstoffvorteil von Holz lässt sich am einzelnen Gebäude nachweisen. Timber Carbon, 2026 als Spin-off von Timber Finance gestartet, bringt die Speicherleistung von Holzbauten heute als CO₂-Speicherzertifikate auf den freiwilligen CO₂-Markt. Wie Bauherrschaften vorgehen können, zeigt unsere Seite Biobasiert bauen.


Themen

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Quelle

Holzkurier

Österreichische Fachzeitung für die Holzwirtschaft

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