Timber Carbon

CO₂-Speicherzertifikate für den Holzbau fördern die Stammholzbewirtschaftung

2. September 2025 · 1 Min. Lesezeit

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Titelseite der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen, Ausgabe 5/2025

Lange stand der Wald im Zentrum von CO₂-Speicherprojekten, nun rückt der Holzbau ins Blickfeld von Investoren. In einem Meinungsbeitrag in der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen (Ausgabe 5/2025) ergänzt Thomas Fedrizzi von Timber Finance den Beitrag «Mit Holz das Netto-Null-Ziel erreichen» von Peter Greminger.

Medium

Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen

Veröffentlicht

2. September 2025

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Vier Generationen von Speicheransätzen

Fedrizzi ordnet die Schweizer Ansätze in der Holzkette ein: vom Wald-Ansatz seit 1996 über den Industrie-Ansatz des Vereins Senke Schweizer Holz ab 2014 und einen 2020 eingestellten Produkt-Ansatz bis zum Gebäude-Ansatz von Timber Finance seit 2024. Für 2027 zeigt seine Übersicht einen Gebäude-Ansatz im regulierten Markt unter dem EU-Rahmenwerk CRCF. Während die Preise für Vermeidungsprojekte sinken, gilt der Markt für Carbon Removals mit nachgewiesener langfristiger Speicherung als Zukunftsmarkt. Der Holzbau braucht dafür im Gegensatz zu technischen Lösungen wie DACCS oder BECCS keine neue Infrastruktur.

Vergütung für Bauherrschaft und Wald

Timber Finance begann 2022, unter dem VCS-Standard von Verra eine Methodik für den freiwilligen Markt zu entwickeln. Zum Zeitpunkt des Beitrags wurde die Zulassung für den DACH-Raum im Herbst 2025 erwartet. Gemessen wird die Speicherleistung in der Tragstruktur, zusätzlich lässt sich die Substitution von Stahl und Beton validieren. Ein Teil der Vergütung fliesst in den Wald, für unterfinanzierte Massnahmen zur Förderung der Stammholzproduktion. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Stammholzes gegenüber dem Energieholz.

Es wird kein Weg an der Entnahme und Speicherung von CO₂ aus der Atmosphäre vorbeiführen.

Einordnung von Timber Carbon

Die Kriterien Messbarkeit, Verifizierbarkeit, Additionalität, Doppelzählung und Permanenz, die der Beitrag nennt, gelten für jedes Zertifikat. Timber Carbon, 2026 als Spin-off von Timber Finance gestartet, arbeitet heute mit dem vom ICVCM anerkannten Rainbow Standard und dessen Methodik «Biobased Construction Materials». Wie wir diese Kriterien erfüllen, zeigt unsere Technologie-Seite. Den Ausgangspunkt der Debatte fassen wir im Beitrag Mit Holz das Netto-Null-Ziel erreichen zusammen.


Themen

mediaforestrycarbon creditscarbon removaltimber constructionmethodology

Quelle

Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen

Wissenschaftliche Zeitschrift des Schweizerischen Forstvereins

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