
Wer in Wald investiert, steht vor einer neuen Abwägung: Holz ernten oder Bäume für CO₂-Zertifikate stehen lassen? Yusuf Khan beschreibt am 4. März 2024 in WSJ Pro Sustainable Business, dem Fachdienst des Wall Street Journal, wie Vermögensverwalter mit Waldbesitz diese Frage angehen.
Medium
WSJ Pro Sustainable Business
Veröffentlicht
4. März 2024
Jeder Baum eine Anlageentscheidung
Mit der wachsenden Nachfrage nach CO₂-Zertifikaten geht es bei Waldinvestitionen nicht mehr allein um die Holzproduktion. Die Verwalter prüfen Baumart, Wachstum und den Wert des Holzes im Vergleich zu Zertifikaten. Zugleich müssen sie belegen, dass stehen gelassene Bäume den versprochenen Klimanutzen tatsächlich erbringen. Zitiert wird eine Schätzung, wonach der freiwillige CO₂-Markt bis 2030 bis zu 40 Milliarden Dollar wert sein könnte, nach rund 2 Milliarden im Jahr 2021.
The answer to us is, ‘What do our clients want?’
Die Kundschaft entscheidet
Das Zitat stammt von Brian Kernohan, Chief Sustainability Officer Private Markets bei Manulife Investment Management. Bei jeder Waldinvestition stelle sich die Frage, wie Holzprodukte und Kohlenstoff gegeneinander abgewogen werden. Der Artikel weist auch auf Zweifel an der Glaubwürdigkeit mancher Zertifikate hin.
Einordnung von Timber Carbon
Die Abwägung zwischen Holz und Kohlenstoff entfällt teilweise, wenn geerntetes Holz in Gebäuden verbaut wird und der Kohlenstoff dort gebunden bleibt. Timber Carbon, 2026 als Spin-off von Timber Finance gestartet, bringt die Speicherleistung von Holzbauten heute als CO₂-Speicherzertifikate auf den freiwilligen CO₂-Markt. Wie das die Stammholzbewirtschaftung stärken kann, beschreibt Thomas Fedrizzi im Bündner Wald.
Themen
Quelle
WSJ Pro Sustainable Business
Fachdienst des Wall Street Journal zu nachhaltiger Wirtschaft


